Das Roemer- und Pelizaeus-Museum verfügt über eine der größten europäischen Sammlungen präkolumbischer Kunst aus dem Andenraum. Die Sammlung wurde besonders durch Dr. Rudolph Hauthal erweitert, der 1905 zum Direktor des Roemer-Museums ernannt wurde. Ihm gelang eine Reihe von wichtigen Ankäufen und Schenkungen wie die Gold- und Keramiksammlung von Arthur Posnansky oder die Sammlung Gaffron zur Nasca-Kultur. Im Jahre 1949 wurden die altperuanischen Textilien aus der Sammlung Bremme erworben. Der Stiftung Lauhöfer verdankt die Sammlung zudem Objekte der Moche und der Vicús-Kultur sowie qualitätsvolle Metallobjekte.
Die Dauerausstellung des Roemer- und Pelizaeus-Museums gibt einen Überblick über die vielfältigen Kulturen des Andenraums von der Chavín-Kultur (1200-200 v. Chr.) bis zu den Inka (1400-1533 n. Chr.). Besonders herausragend sind die bemalten Gefäße der Nasca, die figürlich ausgeformten Keramiken der Moche, die schwarzfarbenen Gefäße der Chimú, die farbenprächtigen Textilien sowie die „Goldkammer“, in der sich das ganze Können der alt-peruanischen Goldschmiede zeigt. Anhand einiger Beispiele aus dem Bereich der Musikinstrumente, der erotischen Darstellung, der Waffen oder der Darstellungen von Pflanzen und Tiere erschließen sich die Kulturen in einer weiten Vielfalt.
Auch eine Nachbildung des monolithischen Sonnentores von Tiahuanaco mit seinen charakteristischen Darstellungen sowie die Inszenierung einer Grabkammer aus dem Hochland von Chavín de Huantar (ca. 700 v. Chr.) machen den Besuch der Ausstellung zu einem Erlebnis.
Luxor Shop im Roemer- und Pelizaeus-Museum
Das Begleitbuch mit 280 Seiten, 1 Karte sowie 336 farbigen und 90 schwarz-weißen Abbildungen ist im
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