Das Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen chinesischen Porzellans in Europa. Ungewöhnlich ist, dass ihre Bestände nicht für den Export nach Europa, sondern vorrangig für den kaiserlichen Hof und die hohe Beamtenschaft hergestellt wurden.
Die Porzellansammlung aus China verdankt das Roemer- und Pelizaeus-Museum vor allem der regen Sammlungstätigkeit Ernst Ohlmers (1847 – 1927). Ohlmer stammte aus Betheln bei Hildesheim und war seit 1868 im Chinesischen Seezolldienst tätig. Als Seezolldirektor gelangte er in Peking zu beträchtlichem politischen Einfluss. Den Grundstock der Sammlung bilden die um 1880 erworbenen Blau-Weiß-Porzellane des 15. bis 19. Jahrhunderts, die überwiegend für die kaiserlichen Paläste und hohe Beamten in der kaiserlichen Manufaktur Jingdezhen angefertigt wurden. Ohlmer ergänzte die Sammlung um weitere hochwertige Stücke - monochrome und polychrome Porzellane sowie exquisite Lack- und Jadearbeiten.
Dank zahlreicher Stifter konnten die Asien-Bestände des Museums auch in der jüngsten Zeit sinnvoll ergänzt werden. Eine Auswahl dieser Sammlung ist in chronologischer Anordnung zu sehen. Bedeutend sind die blauweißen, monochromen und polychromen Porzellane und dreidimensionale Figuren aus dem 14.-19. Jahrhundert.
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