Von der Ur- und Frühgeschichte zum Hildesheimer Silberfund

Fangzahnfragment einer Paddelechse

Am Beginn der Dauerausstellung begibt sich der Besucher auf eine Zeitreise in die Kulturgeschichte der Region. Sie beginnt in den Erdzeitaltern Perm, Trias und Jura, als das Hildesheimer Land noch unter der Meeresoberfläche lag, wovon eine Vielfalt an versteinerten maritimen Lebewesen zeugt. Dinosaurierknochen und Mammutzähne verweisen auf die ersten Festland-Bewohner in diesem Gebiet. An die Anfänge der menschlichen Besiedlung erinnern Skelette aus 5000 Jahre alten Gräbern der „Bernburger Kultur“ im heutigen Hildesheimer Ortsteil Bavenstedt.

Hildesheimer Silberfund

Die wichtigste archäologische Entdeckung, die der Boden Hildesheims barg, machten preußische Soldaten, die 1868 einen Schießstand bauen wollten und dabei auf einen Hort von rund siebzig prächtigen silbernen Gefäßen stießen. Der „Hildesheimer Silberfund“ ist der bedeutendste Schatz aus römischer Zeit, der nördlich der Alpen gefunden wurde. Zwar beanspruchte die Antikensammlung in Berlin die Originale für sich, das Stadtmuseum kann jedoch qualitätvolle Nachbildungen zeigen, die schon bald nach der Entdeckung dieser Stücke in deutschen, englischen und französischen Manufakturen gefertigt wurden. Die reich verzierten Schalen, Becher und Kannen avancierten im Zeitalter des Historismus zu begehrten Vorbildern für das Kunstgewerbe.

Anschließend begrüßen 24 berühmte Hildesheimerinnen und Hildesheimer den Besucher. Das Spektrum dieser Prominenten reicht vom Gründer der Stadt, Kaiser Ludwig dem Frommen, bis zum Filmproduzenten Erich Pommer, dem Filme wie „Metropolis“ und „Der blaue Engel“ zu verdanken sind, und zum Unternehmer Oskar Schindler, der zahlreichen Juden das Leben rettete. Die Lebensgeschichten dieser Persönlichkeiten erläutert ein kostenlos verfügbarer Audioguide.