BAHNHOFSPLATZ IM WANDEL DER ZEIT

© Geyer

BEGLEITAUSSTELLUNG IM HILDESHEIMER RATHAUS ZUR SONDERAUSSTELLUNG "ARCHITEKTUR MADE IN HILDESHEIM"

VOM 24.05. BIS 13.08.2017

Seit dem 07.04.2017 präsentiert das Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus in Erinnerung an den 2015 verstorbenen Architekten Heinz Geyer die Ausstellung "Architektur Made in Hildesheim - Retrospektive Heinz Geyer (1923-2015)". Sie beschäftigt sich mit der allgemeinen städtebaulichen Situation und Entwicklung Hildesheims von der Nachkriegszeit bis heute sowie der Biografie des gebürtigen Tilsiters (Ostpreußen). Vom 24.05. bis 13.08.2017 wird die aktuelle Schau durch die Begleitausstellung "Bahnhofsplatz im Wandel der Zeit" im Hildesheimer Rathaus ergänzt. Sie wurde heute durch Prof Dr. Regine Schulz, ltd. Direktorin des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim und Betriebsführerin des Stadtmuseums Hildesheim, Dr. Stefan Bölke, Kurator der stadtgeschichtlichen Sammlung, Lene Wagner, Stellvertretende Leiterin der Stabsstelle für Kultur und Stiftungen und Hanna Geyer, Witwe des Architekten, in einer Pressekonferenz vorgestellt.
Da die Sonderausstellungsräume des Stadtmuseums nicht ausreichen, um das umfangreiche Schaffenswerk Heinz Geyers in Gänze zu belichten, bietet nun diese Präsentation die Möglichkeit, ausführlicher auf eines seiner Projekte einzugehen, so Dr. Bölke.
19 historische Fotos und 2 Grundrisspläne des gescheiterten Karstadtprojektes aus dem Stadtmuseum, dem Stadtarchiv Hildesheim, dem Archiv des Verlages Gebr. Gerstenberg und dem Privatarchiv der Familie Geyer zeigen die Entwicklung des Hildesheimer Bahnhofsplatzes von den 1880er Jahren bis 1971.Neben der Dokumentation bis zur Zerstörung Ende des Zweiten Weltkriegs steht hier vor allem die Zeit ab 1966 im Mittelpunkt. Zu diesem Zeitpunkt übernahm Heinz Geyer die bauliche Ausführung der Umgestaltung des Bahnhofsplatzes, der zugleich auch als zentraler Omnibusbahnhof dienen sollte. Angedacht waren ein Kaufhaus der Karstadt AG Essen sowie ein mehrgeschossiges Parkhaus. Kurz vor Beginn der Bauarbeiten wurde das Projekt seitens der Karstadt AG abgebrochen. Der Konzern hatte inzwischen von der Horten AG erfahren, dass das seit 1957 bestehende Merkur Haus durch einen deutlich größeren Neubau ersetzt werden sollte. Karstadt sah dadurch keinen wirtschaftlichen Erfolg mehr für das eigene Bauvorhaben. Hildesheim musste unverhofft umplanen und entwickelte zusammen mit einem Ingolstädter Ingenieurbüro einen kombinierten Wohn- und Geschäftskomplex.


Weitere Details zur Entwicklung des Bahnhofsplatzes finden Sie hier

Die Ausstellung im Rathaus ist bis zum 13.08.2017 werktags zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses (Montag - Donnerstag: 06.30 - 18.00 Uhr und Freitag: 06.30 - 14.00 Uhr) zu sehen.
Auf Wunsch können auch Kombiführungen (Stadtmuseum - Rathaus) über das Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus (Tel. 29936-86 oder s.boelke@stadtmuseum-hildesheim.de) gebucht werden.

Luftbild Bahnhof 1960 Foto:© Geyer

Tipps & Termine

Museumskarte Hildesheim

Für insgesamt 15 Euro könnt Ihr als Karteninhaber das Dommuseum Hildesheim, das Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus und das Roemer- und Pelizaeus-Museum besuchen und im Anschluss bei einmalig kostenfreiem Kaffee und Kuchen im NIL im Museum die kulturelle Vielfalt Hildesheims Revue passieren lassen. Zudem gibt es 10 Prozent Rabatt auf die UNESCO-Souvenirs im Besucherzentrum Welterbe Hildesheim & tourist-information.

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