"Stadt in Licht und Schatten - Historische Blicke auf Hildesheim"

Diese Sonderausstellung steht im engen Zusammenhang mit dem 1200jährigen Bistums- bzw. Stadtjubiläum und ist als Konterpart der großen Leitausstellung "Die Wurzeln der Rose - Hildesheim im Mittelalter", die zeitgleich im Roemer- und Pelizaeus-Museum präsentiert wird, zu verstehen.

Gerade dem Stadtmuseum Hildesheim mit seiner zentralen Lage im Herzen des historischen Hildesheims kommt dabei eine besondere Stellung zu. Im Gegensatz zur Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum, wo schwerpunktmäßig historische Objekte, neueste Grabungsfunde bzw. -befunde des Frühmittelalters vorgestellt werden - ergänzt durch Multimediainstallationen und mit-mach-Stationen - führt das Stadtmuseum die mittelalterliche Geschichte konsequent weiter. Beim Besuch der Familie Lautensack im Jahr 1480 werden die wesentlichen Aspekte des Alltags im Spätmittelalter im zweiten Dachgeschoss des Stadtmuseums erlebbar.

Außerdem fungiert das Knochenhauer-Amtshaus - das zugleich der 15. RosenOrt der Leitausstellung ist - selbst als Bindeglied zwischen den beiden Museen und der Stadt Hildesheim. So ist es nur konsequent auch hier zum Jubiläum eine Sonderausstellung zu präsentieren, die dies vereint: Den historischen Blick auf Hildesheim, der an den von der Leitausstellung vorgegebenen 15 RosenOrten entlangführt.
Auf einem virtuellen Spaziergang zeigt sich ein gewachsenes Stadtgefüge, das gegen ende des Zweiten Weltkrieges empfindliche Verluste hinnehmen musste. Die historischen Fotografien aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und der 1970er Jahre in den beiden seitlichen Ausstellungsräumen stellen nicht nur die jeweiligen RosenOrte vor, sondern auch die Straßen und Plätze auf dem Weg zu ihnen werden in zum Teil unbekannten Aufnahmen beleuchtet.

Die eingangshalle gibt auf ihrer linken Seite mit Hilfe des großen Stadtplans, ergänzt durch Luft- und Senkrechtaufnahmen des historischen Stadtgefüges, eine Orientierungshilfe. Auf der rechten Seite der Halle zeugen grafische, sowie malerische Impressionen des einstigen Hildesheims von der über die Jahrhunderte gepflegte Tradition, bildnerische Dokumente der Nachwelt zu erhalten.

Somit ergibt sich ein Gesamtbild eines verlorenen Stadtbildes, das bei vielen Hildesheimern weiterhin lebendig bleibt.