• STADTMUSEUM

Zwei neue Ausstellungsvitrinen zum Thema "Jugendsport bei Eintracht Hildesheim nach 1933"enthüllt!

Dr. Ralph Singelmann und Prof. Dr. Guy Stern

Der Nationalsozialismus und seine Auswirkungen auf den Sport. Zwei neue Vitrinen in Anwesenheit des Hildesheimer Ehrenbürgers Prof. Dr. Guy Stern und Dr. Ralph Singelmann enthüllt.

Unter dem Thema "Jugendsport bei Eintracht Hildesheim nach 1933" widmet sich das Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus in Kooperation mit Eintracht Hildesheim einem Thema, das bisher in der Dauerausstellung nur sehr marginal präsentiert wird.

Es geht um den rigorosen Ausschluss jüdischer Sportler und Sportlerinnen, hier in der Person und am Beispiel von Guy (Günther) Stern, aus den deutschen Sportvereinen ab 1933. Zudem wird die Indienstnahme des Sports im Sinne der NS-Ideologie am Beispiel von Eintracht Hildesheim thematisiert.

Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die beiden Jungen Ralph Singelmann und Guy Stern. Beide gebürtige Hildesheimer, beide in ihrer frühen Jugend Mitglieder bei Eintracht Hildesheim. Doch beide machten ab 1933 unterschiedliche Erfahrungen in der vermeintlich harmlosen Welt des Vereinssports. Während der junge Ralph Singelmann als Aktiver im Turnen, Feldhandball und in der Leichtathletik seinem Sport auch während der NS-Diktatur ungehindert nachgehen konnte, musste Guy (Günther) Stern 1934 den Verein aufgrund seiner jüdischen Herkunft verlassen.

Am Donnerstag, 13. November 2014, wurden die beiden neuen Vitrinen von Dr. Singelmann und Prof. Dr. Stern in der Dauerausstellung des Stadtmuseums enthüllt.

Abgestaubt und blankgeputzt mit "Spiel & Zeug" ergänzt! Verlängert bis 1. März 2015!

In fast 170 Jahren haben Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger "ihrem" Museum vielfältige Schätze zur Aufbewahrung und Erhaltung für die nachfolgenden Generationen anvertraut.

Die Sammlungen sind so umfangreich, dass rund 80 Prozent bisher noch nicht in einer Ausstellung präsentiert werden konnten. Das Stadtmuseum nimmt sich deshalb mit dieser ungewöhnlichen Sonderausstellung seiner verborgenen Kostbarkeiten an. Ergänzt wird die Schau jetzt neu mit historischem Spielzeug, klassischen Kinderbüchern und weihnachtlichen Objekten aus der stadtgeschichtlichen Sammlung. So finden sich äußerst seltene Käthe-Kruse-Puppen, verschiedene alte Brettspiele, Eisenbahnen und viele weitere originelle Exponate in der in Teilen veränderten Präsentation wieder.

Staunen Sie über Baukästen und Kartenspiele, die man heute in diesen Versionen in keinem Laden mehr kaufen könnte oder erinnern Sie sich an die Lieblingsstücke ihrer eigenen Kindheit. Viele der ungewöhnlichen Exponate finden erstmalig den Weg in eine Museumsvitrine oder waren seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen.

Im ebenfalls neu eingerichteten Aktivraum haben alle kleinen und großen Besucher die Möglichkeit zum Spielen und Ausprobieren. Hier kann eine Puppenstube nach Herzenslust mit Möbeln dekoriert werden, Bauklötze reizen zum Errichten der schönsten Schlösser und Gesellschaftsspiele aus alten Zeiten laden zum Verweilen ein.

Auch wenn Sie die Sonderausstellung bereits gesehen haben, ein zweiter Besuch lohnt sich!

Projekt "815 - mit dem iPad ins Mittelalter" machte Station im Stadtmuseum

Die Stadtbücherei im Kulturbahnhof Bad Salzdetfurth beteiligt sich mit seinen Projektpartnern Stadtmuseum Hildesheim, dem Jugendzentrum HAJO und den Hildesheimlichen Autoren am Projekt "Lesen mach stark: Lesen und digitale Medien". Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Im von der Stadtbücherei entwickelten Herbstferienworkshop (27. bis 29. Oktober 2014) "815 - Mit dem iPad ins Mittelalter", wird das Mittelalter und die Neuzeit miteinander verbunden. Ausgehend von einer Geschichte Peter Herelds, entwickeln 14 Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren eine Story um die Gründung Hildesheims. Am Dienstag, 28.10.2014, informierten sich die Mädchen im Stadtmuseum über die Lebensumstände im Mittelalter, um dann ihre eigene Geschichte weiter zu entwickeln. Diese wird als Fotostory auf dem iPad umgesetzt. Anbei einige Eindrücke von der spannenden Führung durch das Mittelalter.

 

 

Geschichte und Geschichten

Die Geschichte und die Geschichten der Stadt Hildesheim erleben Sie in der Dauerausstellung im Knochenhauer-Amtshaus.

Das imposante Fachwerkhaus am Historischen Marktplatz präsentiert auf fünf Etagen eine abwechslungsreiche Zeitreise. Eindrucksvolle Objekte wie die kostbaren Nachbildungen des "Hildesheimer Silberfundes" aus römischer Zeit oder das prunkvolle Tafelsilber des Fürstbischofs Friedrich Wilhelm von Westphalen aus dem 18. Jahrhundert entführen in die städtische Lebens- und Arbeitswelt. Entdecken Sie die vielen Facetten Hildesheims von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart!

Aber das Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus präsentiert auch jährlich wechselnde Sonderausstellungen zu vielfältigen Themen - nicht nur aus der Stadtgeschichte!

Tipps & Termine

Das aktuelle Vierteljahresprogramm ist verfügbar!

Das Vierteljahresprogramm mit Ausstellungen und Veranstaltungen von Oktober bis Dezember 2014 im Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus und im Roemer- und Pelizaeus-Museum ist verfügbar! Zum Download klicken Sie bitte hier.

Öffentliche Führung

Sonntag, 7. Dezember 2014, um 15.30 Uhr bieten wir Besuchern eine spannende Führung durch die Sonderausstellung "Abgestaubt und Blankgeputzt - Schenkungen Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger ans Licht geholt" an.

Geschenke in letzter Sekunde?

Samstag, 13. Dezember 2014, 14.30 bis 16.30 Uhr.

Workshop für Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene. Hier erfahrt Ihr mehr.